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Warum hassen Männer Kondome?

Während Frauen zwischen verschiedenen Methoden der Verhütung wählen können, sind Männer bislang auf Coitus interruptus, Kondome und Vasektomie (Sterilisation) beschränkt. Häufig fühlen sich ihre Partnerinnen jedoch allein gelassen mit der Verantwortung, vor allem, wenn sie die Verhütungsmittel nicht vertragen.

Übersetzt von Jana Duman

Blass und mit leiser Stimme berichtet mir Samar, was ihr vor sechs Jahren passierte, als sie mit der Verhütung begann. Die Vollzeitmutter Anfang zwanzig, die in Gharbia im Nil-Delta wohnt, entschied sich nach der Geburt ihres ersten Kindes für die Antibabypille, ein Hormonpräparat in Tablettenform zur Vermeidung von Schwangerschaft. Doch das Hormonpräparat führte zu einer plötzlich auftretenden Blutung. Samar suchte bei verschiedenen Ärzten Rat, um eine Verhütungsmethode zu finden, die sie besser vertrug. Sie versuchte es schließlich mit einem Intrauterinpessar, doch verursachte diese Spirale eine noch heftigere Blutung, begleitet von starkem Gewichtsverlust. Die Ärzte gaben auf. Samars Mann lehnt die Verwendung von Kondomen ab, wie es schon Samars Vater getan hat – eine scheinbar häufige Einstellung unter Männern. Ihr Leben erinnert Samar an das ihrer Mutter: Da sie aufhörte, Verhütungsmittel zu verwenden, schenkte sie Samar neun weitere Geschwister.

 

Verhütung als alleinige Angelegenheit der Frau?

Eine andere Frau aus dem Nil-Delta, die lieber anonym bleiben möchte, erzählt, dass auch sie wegen der Pille litt, die sie nach ihrem vierten Kind zu nehmen begann. Bald traten Nebenwirkungen in Form von Schmerzen an der Kopfhaut auf. Kurz darauf hatte sie Krebs. „Die Haut unter meinem Haar war wegen des Geschwürs aufgeblasen wie ein Ballon“, sagt sie. Die Schmerzen wurden unerträglich. Der Arzt empfahl ihr, die Pille abzusetzen, und sie brachte drei weitere Kinder auf die Welt. „Mein Mann gab mir die Schuld daran, dass wir so viele Kinder hatten. Er sagte immer: ‚Find einen Weg, denn ich will keine Kinder mehr’.” Unter den Folgen des Krebses leidet sie bis heute.

Suad al-Hosseiny aus Kairo ließ sich eine Spirale einsetzen, nachdem sie zum dritten Mal Mutter geworden war. Doch dadurch wurde ihre Monatsblutung sehr stark, am Ende litt sie unter einer dauerhaften Blutung. Sie ließ die Spirale entfernen und wurde mit ihrem vierten Kind schwanger. Als sie sie erneut einsetzen ließ, kehrte auch die Blutung zurück und dauerte fünf Jahre an. Trotz allem wehrte sich ihr Mann dagegen, Kondome zu benutzen. Als er starb, ließ sie die Spirale wieder herausnehmen. Ganz offensichtlich war ihr Uterus stark mitgenommen, deshalb bestand der Arzt darauf, ihren Zustand auch weiterhin zu beobachten.

 

Nur wenige Frauen trauen sich, mit mir zu sprechen

Das Gebäude des Mutter-Kind-Zentrums in Bahtim, das vom Gesundheitsministerium im Qalyubia Gouvernement betrieben wird, hat einen großen Innenhof. Hier haben sich bis zu den angrenzenden Häusern lange Schlangen an den Ticketschaltern gebildet. Vor den weit geöffneten Türen sitzen vom langen Warten ermüdete Frauen. Sie alle sind aus den verschiedensten Gründen in der Klinik: um die Gesundheit ihrer noch ungeborenen Babys untersuchen zu lassen, um herauszufinden, warum sie immer noch nicht schwanger sind oder um sich über Verhütungsmethoden zu informieren. Manche liegen im Haus auf Betten in den Wehen und winden sich vor Schmerzen. Nur wenige Frauen trauen sich, mit mir zu sprechen, darunter Hanan Samir, die mir von ihren Problemen mit der Spirale erzählt. Ihr Gesicht scheint sehr viel reifer als ihr junges Alter es vermuten lässt. Das Schicksal habe ihr schon sehr früh die Ehe beschert, tatsächlich war sie „noch ein Kind“, wie sie sagt. Als sie sich nach der Geburt ihres ersten Kindes eine Spirale einsetzen ließ, kam es zu Komplikationen. Die Spirale saß falsch, blockierte ihren Eierstock, erzählt sie. „Zwei Tage nach der Einsetzung wachte ich auf, und mein Bettlaken war mit Blut durchtränkt. Ich rannte ins Krankenhaus.“

Sie ließ die Spirale wieder entfernen und musste sich danach einer Gebärmutterausschabung unterziehen. Mit den seelischen und körperlichen Schmerzen stand sie ganz allein da, denn von ihrem Mann erhielt sie keinen Beistand. Im Gegenteil, er schaute nur zu und warf ihr vor, zum falschen Arzt gegangen zu sein.

 

Spirale von Frauen als Verhütungsmittel bevorzugt

Eine weitere Frau sitzt hier und verrät mir, was sie vor ihrem Mann geheim hält: Als sie „aus Versehen“ schwanger wurde, ließ sie das Kind abtreiben. „Mein Mann wusste gar nichts. Meine Schwester war bei mir und half mir, das Baby loszuwerden.“ Diese Frau ist nun in der Klinik, um sich die Pille verschreiben zu lassen. Sie will diese Erfahrung nicht noch einmal durchmachen müssen.

Die meisten Frauen, mit denen ich spreche, sehen in der Spirale das beste Verhütungsmittel. Neuere Studien geben diesen Frauen recht und kritisieren die Pille für ihre Nebenwirkungen, etwa ein erhöhtes Krebsrisiko. Eine Studie der Universität von Kopenhagen fand heraus, dass das Risiko für Brustkrebs mit jeder Einnahme der Pille oder eines anderen Hormonpräparats steigt, bis zu 20 Prozent. Für die Studie waren über einen Zeitraum von elf Jahren 1,8 Millionen Frauen in Dänemark im Alter zwischen 15 und 49 Jahren untersucht worden. Weltweit verwenden etwa 140 Millionen Frauen hormonelle Verhütungsmittel.

 

Gewichtszunahme durch die Pille

Samah Ahmad, eine weitere Frau in der Klinik, erzählt mir, wie sie nach ihrem ersten Kind auf die Pille zurückgriff, die bei ihr jedoch verschiedene Nebenwirkungen verursachte, darunter Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen, Übelkeit und permanente Müdigkeit. Ein zweites Kind folgte und sie versuchte es mit der Spirale, die bei ihr eine starke Blutung verursachte. Nach der Geburt ihres dritten Kindes entschied sie sich für die sogenannte Dreimonatsspritze mit dem Hormon Progesteron, die, wie der Name schon sagt, alle drei Monate verabreicht wird.

Aber damit fühlte sie sich nicht wohl, besonders als sie merkte, dass sie an Gewicht zunahm. „Mein Körper blies sich auf einmal auf wie ein Ballon. Ich wog mich und stellte fest, dass ich zehn Kilo zugenommen hatte.“ Der Frauenarzt riet ihr, erst einmal mit den Injektionen weiterzumachen, um festzustellen, ob sie wirklich der Grund für ihre Gewichtszunahme waren – und das waren sie. „Ich hasse mein Spiegelbild“, klagt Samah. „Ich habe sogar angefangen, aus Trotz zu viel zu essen. Wenn ich heutzutage jemanden treffe, sagen sie alle: ‚Was ist mit dir los, warum bist du so fett geworden?‘.“

Auch Zainab El-Sayyed hat körperlich und seelisch mit den Nebenwirkungen der Pille zu kämpfen, wie sie erzählt: „Ich habe so stark zugenommen. Mit allem habe ich es versucht, Sport, Diät … nichts klappt. Ich hasse, wie ich jetzt aussehe. Vor Spiegeln laufe ich davon.“

 

Hormone drücken die Stimmung

Manche Frauen beginnen schon früh mit der Einnahme der Pille, weil sie das Kinderkriegen noch aufschieben wollen. Samia Ali ist eine von ihnen. Gleich nach der Hochzeit begann sie mit der Pille, die sich aber schnell auf ihr Gewicht auswirkte: „Ich bin frisch verheiratet, kann mich aber kaum selbst ertragen, seit ich mit der Pille begonnen habe. Ich wollte die Mutterschaft noch etwas aufschieben und erst einmal ein bisschen leben. Aber diese Pillen haben mir die Laune verdorben.“

Dr. Heba Essawy, Professorin für Psychiatrie an der Ain-Shams-Universität, erklärt in einem Interview, dass Depressionen infolge der Einnahme der Pille aus einem Folsäuredefizit sowie geringen B12- und B6-Werten resultierten. Diese Stoffe seien zuständig für die Produktion von Neurotransmittern im Körper zur Regulierung der Stimmung.

Als ich die Frauen in der Klinik frage, ob sie es vorziehen würden, wenn ihre Männer Kondome benutzen und sie von den Auswirkungen hormoneller Verhütungsmittel verschont blieben, reagieren sie überrascht. Manche murmeln etwas Unverständliches, andere kritisieren diese Verhütungsmethode: „Die sind nicht zuverlässig – sie können reißen.“ Und manche betonen, dass das Vergnügen des Mannes an erster Stelle stehe und sagen: „Männer mögen nichts, was sie zurückhält.“

 

Das Vergnügen des Mannes steht an erster Stelle

„Fragen und Antworten über Verhütung“ ist der Name einer geschlossenen Gruppe auf Facebook, in der Frauen Fragen zu den Nebenwirkungen von Verhütungsmitteln stellen können, angefangen bei Blutungen über Vaginalausfluss bis hin zur extremen Gewichtszunahme. Die Gruppe wird geleitet von Dr. Shaimaa Gamal, einer Geburtshelferin und Gynäkologin am Ismailia General Hospital. Sie hat die Gruppe 2016 eröffnet, erzählt sie, da sie es nicht länger geschafft habe, auf die vielen individuellen Fragen von Frauen, die unter den Folgen der fehlerhaften Anwendung von Verhütungsmitteln litten, zu antworten.

Dr. Gamal erläutert, es gebe zwei Arten von Verhütungsmitteln: hormonelle und hormonfreie. Zu den hormonfreien Mitteln gehörten die Kupferspirale, Kondome und das Diaphragma. Hormonelle Mittel fielen in zwei Unterkategorien: jene, die nur ein Hormon, nämlich Progesteron beinhalten wie die „Minipille“, die sechs Monate lang eingenommen wird, die Dreimonatsspritze, der Vaginalring oder das Hormonstäbchen – ein Implantat, das am Oberarm unter der Haut eingesetzt wird – und jene Mittel, die die beiden Hormone Progesteron und Östrogen miteinander kombinierten, wie die Pille und die monatliche Verhütungsspritze.

 

Kondome auch bei vielen Frauen nicht akzeptiert

Die Verwendung von Kondomen sei im Vergleich zu anderen Verhütungsmitteln selten, das bestätigt auch eine Studie der Rice University1. Männer griffen nur dann auf Kondome zurück, so Dr. Gamal, wenn das Leben der Partnerin durch andere Mittel gefährdet werde. Den Grund dafür sieht sie in bestehenden gesellschaftlichen Normen, die die volle Verantwortung für Schwangerschaft und Verhütung den Frauen zuschrieben. Auch wenn es Kliniken gebe, bei denen sich Frauen kostenlos einen ganzen Monatsvorrat an Kondomen abholen könnten, verwendeten auch sie dieses Verhütungsmittel nur ungern. Die Ausrede laute oft: „Mein Mann kann dieses Ding nicht benutzen.“

Auch hätten viele die falsche Vorstellung, dass Kondome nur zur Vermeidung sexuell übertragbarer Krankheiten, nicht aber zur Schwangerschaftsverhütung dienten. „Männer aus dem Nahen Osten sind von Männlichkeit und Potenz besessen“, sagt Dr. Gamal. „Sie haben falsche negative Assoziationen mit den Männern, die Kondome verwenden. Männer sagen mir immer: ‚Mir geht es gut, ich bin sehr gesund‘.“

Diesen Irrglauben teilt Mohammad Galaly allerdings nicht, Mitbegründer einer Website namens 6ology. Seiner Ansicht nach sind Kondome nicht nur das sicherste Verhütungsmittel, sondern auch noch kostengünstig und ohne Nebenwirkungen. Der Eindruck, den er durch seine Aktivitäten bei 6ology, in der gleichnamigen geschlossenen Facebook-Gruppe sowie über seine offizielle Facebook-Seite bislang gewonnen hat, ist, dass die Gruppe der Kondomnutzer sehr klein sei und sich vorwiegend auf gut gebildete junge Männer beschränke.

 

Kondome verringern das Vergnügen

Galaly erzählt, dass die größte Sorge der Frauen in der geschlossenen Facebook-Gruppe Schwangerschaft sei und sich ihre Fragen, im Gegensatz zu den Männern der Gruppe, vor allem darum drehten. Die Mehrheit der Gruppenmitglieder sei unverheiratet und zwischen 15 und 35 Jahre alt.

Die häufigste Ausrede unter Männern lautet, dass Kondome das Vergnügen beim Sex verringerten. Galaly sieht darin jedoch „eine Behauptung, statt einer faktisch gerechtfertigten Beschwerde. Sie reduzieren zwar den direkten Kontakt zwischen den Genitalien, aber der Unterschied ist wirklich sehr gering.“ Andere Verhütungsmethoden wie Spermizide – spermienabtötende Mittel – hätten bedeutende Nachteile, wie die hohen Kosten oder im Falle der Vasektomie (Sterilisation) die Endgültigkeit des Eingriffs.

 

Eine Umfrage, die Männer empört

Anfang August 2018 lud ich insgesamt 50 Männer im Alter zwischen 25 und 55 Jahren zur Teilnahme an einer Umfrage ein. Darunter waren ein Bauingenieur, ein Finanzberater, ein Lehrer, ein geschäftsführender Direktor, ein Buchhalter, ein Bauarbeiter, ein Cafeteria-Mitarbeiter, ein Hausmeister, ein Journalist, ein Apotheker und ein Experte für Verwaltungsentwicklung. 59 Prozent der Befragten waren verheiratet. Die Umfrage bestand aus neun Fragen und sollte die Bereitschaft der Männer zur Verwendung von Verhütungsmitteln, insbesondere Kondomen, und ihren Anteil an der Verantwortung für Schwangerschaft und Verhütung ermitteln.

Die Befragung wurde zunächst von einigen Männern mit starkem Protest und sogar schockähnlichen Reaktionen kommentiert. Sie sei schändlich und beschäftige sich mit Dingen, die für die ägyptische Gesellschaft unnatürlich seien. Nachdem ich Konzept und Ziele der Umfrage erklärt hatte, kooperierten jedoch viele von ihnen.

 

Diese Zahlen sprechen für sich

Die Ergebnisse zeigten, dass nur fünf Prozent dieser Männer selbst Verhütungsmittel verwendeten. Fast alle überließen ihren Frauen oder Partnerinnen die volle Verantwortung für die Verhütung von Schwangerschaft und waren auch nicht gewillt, ihren Teil zu übernehmen und ihre Frauen vor den Nebenwirkungen von Verhütungsmitteln zu bewahren.

Die Umfrage brachte außerdem ans Licht, dass die meisten der Männer Kondome nur bei außerehelichem Sex verwendeten. Die Gründe für die geringe Verwendung von Kondomen innerhalb der Ehe waren kultureller Natur: Männer wollten ihre Männlichkeit geltend machen, indem sie ihr eigenes Vergnügen über das der Partnerinnen stellten, als wären Frauen nur Brutkästen.

Bei der Frage, ob die Männer bereit wären, Kondome zu benutzen, wenn für ihre Frauen eine ernsthafte Gefahr bestünde, wie eine anhaltende, lebensbedrohliche Blutung, stimmten immerhin 40 Prozent zu. Das bedeutet zugleich, dass 60 Prozent die Verwendung auch unter diesen Umständen ablehnten. Und es zeigt, dass Männer – wenn überhaupt – sich nur dann um die Gesundheit der Frau sorgten, wenn die Situation wirklich ernst wurde.

 

Kein Interesse an Verhütung

Mit Spott und Skepsis reagierten die befragten Männer auf Informationen, dass verschiedene hormonelle und hormonfreie Verhütungsmittel für Männer schon innerhalb der nächsten Jahre in den Handel kommen könnten2. Die Männer waren weder über die Entwicklung dieser Verhütungsmittel informiert, noch daran interessiert. Mit großer Gewissheit gaben sie mir zu verstehen, dass sie weder jetzt noch in der Zukunft diese Mittel benutzen würden.

Diese Einstellung führt dazu, dass es Frauen fast immer überlassen bleibt, Methoden auszuprobieren und zu finden, die für sie gut funktionieren.

Die Umfrageergebnisse stellen uns vor grundsätzliche Fragen: Wie lange noch werden sich Männer der Verantwortung für Schwangerschaft und Verhütung entziehen und wann werden sie ihren Ehefrauen endlich wirkliche Partner sein?

  • 1. Die 2014 von der Rice University, Houston / Texas, durchgeführte Studie Contraceptive Choice Among Women in the Middle East (Wahl der Verhütungsmittel von Frauen im Nahen Osten), ergab, dass 82 Prozent der Frauen Angst hatten, ihre Männer oder Partner zu bitten, Kondome zu verwenden. Die Länder, in denen die Verwendung von Kondomen am weitesten verbreitet war, waren die Türkei (15,8 Prozent), gefolgt von Iran (13,8 Prozent) und Bahrain (9,6 Prozent). Die letzten Plätze belegten Saudi-Arabien (0,9 Prozent) sowie mit jeweils gleichen Werten Jemen (0,5 Prozent) und Ägypten (0,5 Prozent). Die Studie, die in 19 Ländern des Nahen Ostens unter Frauen im Alter zwischen 15 bis 49 Jahren durchgeführt wurde, nennt als einen der wichtigsten Gründe für die Ablehnung von Kondomen die Befangenheit beim Kauf von Kondomen in der Öffentlichkeit, besonders vor dem Hintergrund ihrer Assoziation mit außerehelichem Sex. Alternativen für dieses Problem sieht die Studie in einigen Initiativen wie Smartphone-Apps oder Webseiten, über die man Kondome kaufen kann. Außerdem bietet das ägyptische Gesundheitsministerium verschiedene Verhütungsmittel an, darunter auch Kondome.
  • 2. Gleich zwei vielversprechende Verhütungsmittel für den Mann sind derzeit in der Entwicklung: Eine hormonelle Pille, die vom University of Washington Medical Centre bereits an 83 Männern einen Monat lang getestet wurde, sowie eine hormonfreie aber bislang ungetestete Pille der Monash University in Melbourne, Australien. Die Pille der University of Washington basiert auf dem Wirkstoff dimethandrolone undecanoate und beinhaltet eine langkettige Fettsäure, die Spermien verlangsamt und stoppt. Sie soll in den nächsten fünf bis zehn Jahren auf den Markt gebracht werden. Außerdem arbeitet die amerikanische Parsemus-Stiftung seit Jahren an einem hormonfreien Mittel namens Vasalgel, welches schon sehr erfolgreich an Primaten getestet wurde. Es wird in den Samenleiter injiziert, wo es den Samenfluss blockiert. Der Effekt entspricht einer befristeten Vasektomie (Sterilisation).