Arabischer Frühling und andere Jahreszeiten

Der Internationale Frauentag findet dieses Jahr unter dem Eindruck gleich mehrerer bewegender Ereignisse in den arabischen Ländern statt: dem unerbittlichen Kampf um Idlib, der Hinrichtung neun junger Männer und des Zugunglücks in Ägypten, der Demonstrationen im Sudan und in Algerien, von denen uns einige an den langen kalten Winter und andere an den Arabischen Frühling erinnern. Und inmitten von all dem: die schmerzhaften Wehen, die eine Frau fast an den Rand des Todes bringen, bis es zur Geburt kommt. Hier vereint sich das Ringen des Landes um die Befreiung von Diktatur und Tyrannei mit den Schmerzen der Frau, die sie im tagtäglichen Kampf um ihre Existenz, das Überleben ihrer Liebsten und für eine bessere Zukunft erlebt.

Wie auf die Wehen eine Geburt folgt, ist die Hoffnung, dass es Freiheit für alle Menschen geben wird.

Dima Nachawi

Dima Nachawi, geboren 1980 in Damaskus, machte 2017 einen Masterabschluss in Kunst- und Kulturmanagement am King’s College, London, und 2003 einen Bachelorabschluss in Soziologie an der Universität Damaskus. Sie arbeitete zunächst im Bereich Animation und Comics, bevor sie eine Stelle bei der UN-Flüchtlingshilfe in Damaskus annahm, um Kriegsgeschädigte zu betreuen und ihnen den Zugang zu Hilfe und Sozialdiensten zu erleichtern.

Derzeit arbeitet sie in Beirut, wo sie Comics zeichnet, Animationsfilme produziert und Kurzgeschichten schreibt. Sie ist außerdem Gründerin der Memory Initiative for Syrian Culture, einer Initiative, in der sowohl individuelle als auch kollektive Erinnerungen von Syrer*innen in Form von Bildergeschichten umgesetzt werden. In ihrer Kunst beschäftigt sie sich mit weltweiten Menschenrechtsfragen. Dabei interessiert sie sich vor allem für Fälle von politischen Gefangenen, für deren Freilassung sie sich durch Bewusstseinsbildung starkmacht.

Sie ist außerdem als Clown für die Gruppe Clown Me In tätig, die mit ihren Projekten das Leid von Flüchtlingen lindern und die Öffentlichkeit für gesellschaftliche Fragen sensibilisieren will. Sie leitet dort das Projekt „We Must Clown“.

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Gespeichert von Amal (nicht überprüft) am Fr., 08.03.2019 - 19:25

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